SWING-Kaufsignale interpretieren

zuletzt geändert am 13.06.2026

Wie der SWING und die SWING-Kaufsignale zu interpretieren sind, soll hier an Beispielen erklärt werden. Allein der Umstand, dass Signale zu interpretieren sind, zeigt, dass es keine Gewähr gibt, richtig zu entscheiden. Aber es gibt trotzdem eine Top-Chance, dass man insgesamt Gewinn erzielt.

Einige Grundsätze vorweg

  • Bei jedem Kaufsignal musst Du darauf achten, ob Kurs- und Swingverlauf im Einklang stehen. Wenn der eine fällt, aber der andere steigt, oder umgekehrt, ist es riskant zu kaufen.
  • Bei Kaufsignalen im fallenden Swing ist es nicht empfehlenswert, ihnen zu folgen.
  • Liefert der Swing (weit) unterhalb der Null-Linie ein Kaufsignal, so ist das eine ideale Kaufsituation, weil danach potenziell lang anhaltender Kursanstieg folgen kann. In dem Fall wartest Du ein wenig ab, bis Du erkennst, dass die neue Phase des Kursanstiegs tatsächlich beginnt, und kaufst dann.
  • Liegt das Kaufsignal im steigenden Swing (weit) über der Null-Linie, so ist es mehrheitlich ein falsches Signal, denn es folgt eher ein Absturz als ein weiterer Anstieg.
  • Hat der Swing schon einen längeren Anstieg hinter sich, so sind Kaufsignale zunehmend risikobesetzt, denn eine Trendumkehr wird wahrscheinlicher. Sinkt der Kurs nach einer Phase längeren Kursanstiegs, ist Verkauf angesagt. Auch wenn der Kurs wieder weiter steigt, so freue Dich uneingeschränkt über den erzielten Gewinn und schau nicht, was danach passiert. Fällt der Kurs tatsächlich weiter, ist die Freude umso größer. Steigt er wieder, ist es kein Beinbruch, denn Du kannst ja beim nächsten Kaufsignal wieder neu einsteigen.
  • Vorsicht ist auch geboten, wenn sehr viele ETF gleichzeitig Kaufsignale anzeigen. Das deutet auf eine Überhitzung des Kursanstiegs und es folgt oft ein kurzfristiger Kurseinbruch.
  • Fällt der Swing, so heißt das zu verkaufen, wenn man im Gewinn liegt. Andernfalls heißt es, kühlen Kopf und ruhige Hand zu bewahren und auf den nächsten Anstieg zu warten. Beim Handel mit starken ETF darfst Du immer mit einer Erholung des Kurses rechnen. Das mag unter ungünstigen Umständen dauern und kostet dann auch Rendite, aber Du vermeidest Verluste. Also, keine Angst, wenn der Kurs einmal einbricht und Du nicht rechtzeitig verkauft hast. Das nächste Hoch kommt! Rote Zahlen im Depotkonto sind völlig irrelevant, so lange Du nicht verkaufen musst.
  • Und zu guter Letzt musst Du die Tagesnachrichten in die Interpretation einbeziehen. Ihr positiver oder negativer Eindruck bestimmt mit, ob Du kaufst oder lieber nicht.

Kaufsignale sind keine Vorhersage über die zukünftige Kursentwicklung, sondern Ergebnis einer statistischen Betrachtung der Vergangenheit. Sie können stimmen oder auch nicht. Das mag enttäuschend klingen, aber kein Modell der Welt kann die Zukunft vorhersagen. Trotz aller Ungenauigkeit bildet das Modell eine solide Grundlage und einen guten Handlungsrahmen, um erfolgreich anzulegen. Die Gefahr, Verluste zu erleiden, ist gering, weil die ausgewählten ETF starken Wachstumscharakter haben und man Einbrüche aussitzen kann.

Beachte zusätzlich unbedingt den Disclaimer.

Beispiele als Interpretationshilfe

ATX

03.07.25Nur ein relativ guter Einstiegspunkt. Der SWING stieg wieder, war aber vorher stark gefallen, was im positiven Bereich nicht unkritisch ist, denn es kann ein weiterer Abfall folgen.
16.09.25grundsätzlich kein guter Einstiegspunkt, denn der SWING fiel.
31.10.25ein guter Einstiegspunkt, denn der SWING stieg stark an.
29.01.26kein schlechter, aber riskanter Einstiegspunkt, da eine lange Anstiegsphase davor liegt.
31.03.26ein sehr guter Einstiegspunkt, nach dem Aufstieg aus dem Minus.

Am Ende bot jedes Kaufsignal einen guten Einstiegspunkt und der Kursverlauf liefert ein gutes Beispiel, einen Long-ETF zu halten, statt bei kleinen Einbrüchen sofort zu verkaufen. Es gab nur zwei Zeitpunkte zum Verkauf. Das war beim Einbruch des SWING vor dem 16.09.25 und vor dem 31.03.26. Da war es angebracht, nach einem Kursverlust von – sagen wir – fünf Prozent zu verkaufen und beim nächsten Signal wieder einzusteigen. Andererseits ist der Kursverlauf ein gutes Beispiel dafür, Kurseinbrüche auszusitzen und auf das Kurswachstum starker Long-ETF zu vertrauen.

BanksEU

27.02.26eine Paradebeispiel, nicht zu kaufen, da der SWING nach kurzer Erholung vom tiefen Einbruch wieder sank.

BioEU

04.02.26
und
24.02.26
zwei typische Beispiele von Kaufsignalen für einen riskanten Einstieg. Der Kurs war längere Zeit angestiegen, der SWING zwar noch positiv, aber schon auf reduziertem Niveau. Es ist nicht verwunderlich, dass bald danach der Kursabsturz folgte.

Bitcoin

18.08.25Definitiv keine Einstiegspunkt. SWING sinkt insgesamt und aktuell am 18.08. und der Kurs sinkt.
30.10.25Der SWING gäbe noch Anlass zum Kauf, der Kursabfall aber nicht. Daher: kein Einstieg.
03.12.25Ein prinzipiell guter Einstiegspunkte, auch wenn der Kurs den Einstieg nicht belohnte. Es gibt zwei Optionen nach einem solchen Kauf. Entweder mit leichtem Verlust verkaufen oder Aussitzen bis der Kurs wieder steigt.
20.02.26
10.04.26
Zwei optimale Einstiegspunkte bei steigendem SWING.

Blockchain

11.06.25Kein Einstiegspunkt soofrt, sondern der Typische Fall, bei dem es angeraten ist, einige Tage zu warten und die Situation zu beobachten. Zwei Wochen später hätte man optimal einsteigen können, als SWING und Kurs zu steigen begannen.
19.08.25Sehr guter Einstiegspunkt.
02.12.25Ein prinzipiell guter Einstiegspunkte, auch wenn der Kurs den Einstieg nicht belohnte. Es gibt zwei Optionen nach einem solchen Kauf. Entweder mit leichtem Verlust verkaufen oder Aussitzen bis der Kurs wieder steigt.
24.12.25SWING sinkt: kein Einstieg.
19.02.26
13.04.26
Zwei optimale Einstiegspunkte bei steigendem SWING.