09.12.2022

Die Politik der COP27 hat versagt. Gibt es trotz des Versagens der Politik auf der COP27 Hoffnung für die Klimawende wie Clara Pfeffer und Christian Herrmann auf ntv (24.11.2022) meinen?

COP27 Regenwald Hoffnung
Photo by Capricious Wayfarer (Saptarshi) on Pexels

Sie berichten über die ermutigenden Zeichen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung und benennen als Zeichen des Umdenkens auf breiter Front:

  • Brasilien bildet Regenwald-Allianz mit Indonesien und der Demokratischen Republik Kongo
  • US-Regierung lockt mit Steuererleichterungen im Wert von 400 bis 800 Milliarden Dollar
  • Osterpaket mit ambitionierten Ausbauzielen für erneuerbare Energien (Busse und Bahnen werden plötzlich mit Milliarden gefördert; der Gas- und auch der Stromverbrauch sinken deutlich)
  • China kündigt den Bau eines gigantischen Offshore-Windparks mit 43 Gigawatt an
  • Vietnam, Indonesien und Südafrika bereiten Ausstieg aus der Kohleverstromung vor.

All die frohen Botschaften können aber über zwei Umstände nicht hinwegtäuschen: es sind Ankündigungen, deren Realisierung nicht gewährleistet ist und die Umsetzung – so sie kommt – kommt zu spät. Die Daten und Prognosen über den aktuellen Stand des Klimas sagen eine Klimaerwärmung um 2,5 bis 3°C voraus. Daran beißt die Maus keinen Faden ab.

Es ist richtig, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung dank der wissenschaftlichen Fakten und der kämpferischen Bemühungen von Klimaaktivisten zugenommen haben und die Mehrheit der Menschen das Problem verinnerlicht hat. Aber es herrscht immer noch ein riesengroßer Unterschied zwischen Bewusstsein und Handeln. Nur wenn Hoffnungen wie aus den o.g. Plänen sich rasch materialisieren, besteht zumindest trotz COP27 die Hoffnung, dass kommende Prognosen über die Klimaerwärmung etwas günstiger ausfallen.

Von einem Halleluja zu träumen, dazu besteht nicht die geringste Veranlassung.

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