09.12.2022
COP27

Es war vorauszusehen, dass die COP27 ein Flopp werden würde und sie wurde es, weil es ein erneutes Versagen der Politik in großem Umfang gab. 34.000 Teilnehmer waren angereist, hatten mehr CO2 ausgestoßen als sie in irgendeiner Art eingespart hätten. Und nicht einmal der Slogan „Besser kein Deal als ein schlechter Deal“ wurde eingehalten, denn was am Ende der COP27 beschlossen wurde, war ein schlechter, ein sauschlechter Deal. Man mag den Link zur offiziellen Website der UNO über die COP27 kaum angeben.

„Das war nicht einfach. Wir haben rund um die Uhr gearbeitet und am Ende haben wir geliefert“, sagte der Vorsitzende der COP27, Shoukry. Ja, die COP27 hat geliefert, aber die Lieferung bestand vornehmlich aus heißer Luft.

Einzig und allein die Einrichtung eines Fonds, um armen Ländern bei Klimakatastrophen zu helfen, ist ein kleiner Lichtstrahl, an dem sich alle festklammern, um nicht von einem totalen Scheitern sprechen zu müssen. Dabei ist dieser Beschluss, der ohnehin nur ein kleines Pflaster auf einer riesigen klaffenden Wunde ist, ein weiterer zahnloser Tiger. Es gibt keine Regelung, wer zahlt und wieviel. Es zahlen nur die EU sowie die 24 Staaten, die 1992 der OECD angehörten. China will nicht zahlen, sondern will Schwellenland bleiben, aber unbeschadet dessen Nr. 1 der Welt werden. Ein weiterer Irrwitz!

Zur so dringend notwendigen Verstärkung der Bekämpfung der Emissionen: keine einzige Maßnahme. Kein Abschied von Öl und Gas, nur die Notation, man wolle schrittweise aus der Kohle aussteigen. Viele strittige Punkte wurden einfach auf 2023 verschoben. Die Staaten sollen ihre unzulänglichen Klimaschutzpläne bis spätestens zur nächsten Klimakonferenz Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten nachbessern. Die Nachbesserungen bleiben freiwillig, eine Verpflichtung gibt es nicht.

Die Konferenz verblödete sich trotzdem nicht, im Manteltext der Abschlusserklärung das Ziel zur Begrenzung der Klimaerwärmung von 1,5 Grad weiter festzuschreiben und zu verlangen, dafür seien sofortige und nachhaltige Senkungen der Treibhausgasemissionen erforderlich. Bis 2030 sollen diese um 43 Prozent verglichen mit dem Stand von 2019 sinken und etwa 2050 soll weltweit Treibhausgasneutralität erreicht sein.

Die COP27 ist an Grotesken kaum zu überbieten. Es gibt Aufrufe über Aufrufe, was geschehen soll oder muss, aber keine Beschlüsse.

Was nützen da die Aussagen von

  • UN-Generalsekretär António Guterres, die COP27 habe zentrale Ziele verfehlt
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sie sei mit dem Ergebnis unzufrieden
  • EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans, der scharfe Kritik an der erzielten Vereinbarung übte
  • Greenpeace, der Weg zur Klimahölle sei vorprogrammiert
  • Global 2000, die Klimakonferenz blieb ohne Fahrplan aus der Klimakrise und nehme Kurs auf katastrophale Klimafolgen
  • WWF, dass die Welt das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels aufgegeben hat.

Diese COP27 bewies erneut das Versagen der Führer aus Politik, Wirtschaft und Finanz, die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Das Klima der Zukunft wird grausam werden.

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