Datenanalyse

zuletzt geändert am 17.07.2022

Gleichgültig, ob Social Media oder Lieferanten, alle wollen über ihre Besucher möglichst genau Bescheid wissen. Eine umfassende Datenanalyse ist Grundlage dafür, den Geschäftserfolg auszubauen.

Sie sammeln daher so viel Daten wie möglich über ihre Besucher. Bei der Analyse der Daten erfolgt zuerst eine Strukturierung, um Ähnlichkeiten und Merkmale zu erkennen. Anschließend wertet man die strukturierten Daten mittels aufwändiger Modelle aus. Man kann sich ein Modell sehr vereinfacht als eine riesige Summe von Wenn-Dann-Beziehungen vorstellen. Wenn der Besucher z.B. männlich und jung ist und Aktien kauft, dann neigt er zu 70% dazu, Sportwagen zu kaufen. Anhand weiterer Merkmale und Beziehungen führt das Entscheidungsmodell schließlich zu einem persönlichen Werbeangebot über z.B. einen Aston Martin.

Wenn …; dann … .  In den Modellen steckt eine unendliche Kette von Beziehungen, Verknüpfungen, Statistiken und Regeln, die letztlich zu einem detaillierten Ergebnis führen.

Die Modelle werden laufend durch neue Daten und Erkenntnisse verfeinert und ausgebaut. Dazu dienen Lernalgorithmen. Sie werten die Ergebnisse der Modelle auf Treffergenauigkeit aus und optimieren sie dank künstlicher Intelligenz.

Hinter all diesen vereinfacht dargestellten Prozessen steckt heute eine hochkomplexe wissenschaftliche Maschinerie, die bis in die Neurowissenschaften reicht. An ihrem Ende steht für die Datensauger der gläserne Mensch.

Big Business

Dass die Datenanalyse (Data Analytics) mittlerweile ein milliardenschweres Geschäft für Servicefirmen ist, sei nur am Rande vermerkt. Das weltweite Marktvolumen betrug 2020 rund 200 Milliarden und soll 2030 an fast 700 Milliarden Dollar heranreichen. Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts!

Um an die Daten der Benutzer zu gelangen, gibt es verschiedene Wege, die alle die Identifizierung des Benutzers voraussetzen. Dass die Datensammler nur höchst ungern zugeben, dass und vor allem wie sie die Daten der Benutzer sammeln, zeigt ein kleiner Auszug aus der Datenschutzerklärung von Google, in der es vielfach beschönigend heißt:

Wir erheben Daten, um allen unseren Nutzern bessere Dienste zur Verfügung zu stellen … wie zum Beispiel Werbung, die Sie besonders nützlich finden, … oder den YouTube-Videos, die Sie interessant finden. … Wenn Sie nicht in einem Google-Konto angemeldet sind, speichern wir die von uns erhobenen Daten mit eindeutigen Kennungen, die mit dem Browser, der App oder dem Gerät verknüpft sind, welche Sie verwenden.

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