Ende der Erde

zuletzt geändert am 21.06.2022

Wie lange noch?

Die US-Astrophysikerin Katie Mack veröffentlichte das Buch „Das Ende von allem“. Ihr zufolge wird die Sonne in etwa fünf Milliarden Jahren die Erde gegrillt haben. Die Ozeane werden kochen und die Erdoberfläche wird sterilisiert sein. Durch die stete Ausdehnung des Universums werden sich nach und nach Planeten und Galaxien am Rand des Universums in die totale Dunkelheit verabschieden. Letztlich wird sich der gesamte Weltraum in 200 Milliarden Jahren aufgelöst haben (Quelle).

Wir, leben gerade im Mittelalter der Erdgeschichte, die vor rund 5 Milliarden Jahren begann und laut Katie Mack nach eben derselben Zeit zu Ende sein wird. Das Leben der Menschheit begann hingegen erst vor etwa 300 Tausend Jahren. Aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass es nochmals so lange fortdauern wird. Denn es ist unwahrscheinlich, dass die Menschheit noch einen Ausweg aus der Zerstörung des Planeten Erde findet.

Pessimismus ist keine gute Grundlage für den Blick in die Zukunft, aber woher soll man Optimismus nehmen? Gut, Bundeskanzler Scholz will die Welt umkrempeln. Und folgt man seinen Worten, so liefern sie wenigstens einen Schuss Optimismus. Allein, Politikforscher haben irgendwann einmal festgestellt, dass Beschlüsse der Politik zu grundlegenden Strukturänderungen mindestens 50 Jahre brauchen, ehe sie fruchten. Und der unbändige Einheitswille in der EU und anderswo macht aus den 50 eher 100 Jahre. Nein, Optimismus will hier nicht aufkommen.

Nicht die – mittlerweile schon recht gut berechenbare – Auflösung des Universums muss die Menschheit auch nur eine Sekunde beschäftigen, sondern die Auflösung des intakten Klimas auf dieser Erde. Man nehme nur zwei Beispiele zur Hand.

Zwischenbilanz

Erstens: Die im Jahr 2015 von 193 Staaten beschlossene „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ formulierte 17 Zielsetzungen, die im Jahr 2030 erreicht werden sollen. Der Fortschrittsbericht 2021 zeigt in gerade einmal vier der 17 Zielsetzungen einen gewissen (teilweise sogar guten) Fortschritt. Insgesamt liegt der Fortschritt aber weit, weit hinter den Erwartungen zurück. Beim Ziel 13, „Take urgent action to combat climate change and its impacts. Reduce global greenhouse gas emissions“ wird statt eines Fortschritts eine Verschlechterung der Situation konstatiert.

Zweites Beispiel: Das Klimaschutzabkommen von Paris setzte das Ziel, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2100 gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Die Grafik zeigt, dass die Emissionswende seit 2016 hinausgeschoben wird. Um das Ziel noch zu erreichen, müsste die Welt die CO2-Emissionen bis 2035 vollständig eliminiert haben. Mit Blick auf die tatsächliche Entwicklung der CO2-Emissionen ab 2016 bis 2025 ist dieses Ziel völlig illusorisch und nicht erreichbar.

Kein Ausweg mehr

Die Welt erwartet somit eine Klimaerwärmung von über zwei Prozent!

Damit sind die bisherigen Wetterkatastrophen ein lindes Lüftchen gegenüber den in Zukunft eintretenden. Die Welt steht vor einem Desaster, aber die Politiker kapieren es weltweit nicht, dass mit schönen Reden, mit wohlklingenden Beschlüssen und selbst nicht mit mauen Reformprogrammen noch ein Blumentopf zu gewinnen ist. Wehe unseren Kindern und vor allem deren Kindern!

Was Not täte und SOFORT einzuführen wäre, wäre ein CO2-Haushalt für jeden Menschen und jede juristische Person. Jeder erhält eine maximal erlaubte Emissionsmenge, die in Summe garantiert, dass die Emissionswende erfolgreich vollzogen werden kann. Wer sein Budget überzieht, muss proportional zur Überziehung Geld in einen Fond einzahlen, mit dem außerordentliche Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden, so dass die Emissionswende dennoch gelingt. Natürlich! Reine Phantasterei und Utopie!

Und deswegen werden die Naturkatastrophen immer stärker über uns hereinbrechen.

Wenn es Ihnen beliebt, so teilen Sie den Artikel auch anderen mit. Ihre Stimme hilft, kaschmaeh.net zu überleben.