Kategorie: ETF

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FEX-Chart

zuletzt geändert am 30.04.2026

Das FEX-Chart ist Dein Wegweiser für eine langfristig erfolgreiche Geldanlage. Er ist sowohl ein Seismograph der Finanzgefahren, der Dich schützt, als auch der Informant, wann Du kaufen oder verkaufen sollst. Dazu schau nach bei Chart-Nutzung und lies meine Interpretation der aktuellen Situation im Protokoll.

Aktuelle Lage: Einbruch wohl ausgestanden; Melanies Konto schreibt wieder schwarze Zahlen. It’s long time.

Chart-Nutzung und ein Beispiel

Beispiel
Melanie (40) hatte sich einen Ruck gegeben und sich entschlossen, mit dem FEX langfristig zu sparen. Sie entschied sich für den Xtrackers DAX UCITS ETF (DBXD.DE) und kaufte in zwei Tranchen 42 Stücke des ETF, um in ihrem Alter über einen finanziellen Polster zu verfügen.
Verfolgen wir die Entwicklung ihres Investments.
Mit einem Sparbuch und 2% Verzinsung hätte Melanie im Vergleich zur ETF-Anlage einen Zinsgewinn von Euro.

DatumETFTXStückeKursInvest (€)
aktuelles Vermögen
Gewinn/Verlust
Performance
✍ Neue Transaktion (nur Admin)
Ablauf: Ticker eingeben → Stücke eingeben → „Kurs abrufen“ → Invest prüfen → „Eintragen“

Chart-Nutzung
Die Nutzung des Charts ist sehr sehr einfach und richtet sich nach dem FEX (blaue Linie). Ein stabiler FEX-Verlauf und fehlende Warnsignale (rote Linien) bedeuten, Du kannst Long kaufen oder Deinen gekauften ETF-Long halten und brauchst gar nichts tun. Diese Situation gilt die allermeiste Zeit. Tauchen mehrere Warnsignale auf und sinkt der FEX ab in Verbindung mit schlechten Nachrichten in den Medien, dann verkaufst Du Deinen ETF-Long. Ist der Einbruch erkennbar gravierend, kaufst Du ETF-Short. Am Ende der Krise, wenn der FEX wieder zu steigen beginnt, sattelst Du von Short auf Long um. Das ist alles.

Gehandelt wird z.B. mit
Long: Amundi LevDax Daily (2x) leveraged UCITS ETF Acc, TIC: LYY8.DE (WKN: LYX0AD) und
Short: Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap UCITS ETF 1C, TIC: DBPD.DE (WKN DBX0BY).

Das FEX-Chart ist gewissermaßen das Navi, an dem Du die Krisen durch die Warnsignale erkennen kannst. Ein oder zwei, zudem noch geringfügige Warnsignale machen keine Krise aus. Mehrere Warnsignale und stark ausschlagende Warnsignale schon. In Verbindung mit sinkenden Kursen im FEX sind sie ein starkes Indiz für kommende schlechte Zeiten. Berichten die Nachrichten auch noch über gravierend negative Geschehnisse in Finanz, Wirtschaft oder Politik, dann kannst Du fast gewiss sein, dass die Börsenkurse fallen werden, und das heißt, Du musst den DAX-Long verkaufen. Es kommt darauf an, dass Du die Krisensituation genau erfasst. Ist sie bedrohlich wie beim Ausbruch der Corona-Pandemie oder bei Trumps Zöllen, so sollst Du sofort auf den DAX-Short umsteigen. Andernfalls beobachtest Du die Geschehnisse einige Tage, um zu einer guten, d.h. möglichst sicheren Entscheidung zu gelangen, ob Du in den DAX-Short investierst. Wenn Du Dir nicht sicher bist, lässt Du das Geld auf dem Cashkonto ruhen und steigst in den DAX-Long erst wieder ein, wenn die Sonne scheint.

Für Kauf und Verkauf gibt es eine wichtige Regel: kaufe oder verkaufe nie am Vormittag, sondern immer erst am Abend, außer am Freitag. Warum? Der Algorithmus zur Berechnung des FEX beruht auf den Schlusskursen jedes Börsentages. Der FEX kann daher auf Basis der Eröffnungskurse grundsätzlich nicht stimmen. Die Entscheidung über Kauf oder Verkauf muss nach Börsenschluss erfolgen. Nur der Freitag tanzt aus der Reihe, weil am Freitag sehr oft Kasse gemacht wird und der übermäßige Wertpapierverkauf die Kurse drückt. Long-Verkauf am Freitagnachmittag bringt mehrheitlich Gewinnabschläge und ist höchstens eine Option für Long-Kauf.

Was tun wenn – wie bei Iran-Kriegsbeginn beispielsweise – Long voreilig verkauft wurde? Sehr einfach: sofort oder innerhalb weniger Tage wieder Long kaufen, sofern der FEX keine weiteren Warnsignale sendet.

Hier findest Du eine Interpretation vergangener Krisen mit ihren Warnsignalen.

Mein FEX-Protokoll

Datummeine Meinung und Notizen
30.04.2026Der Kurseinbruch durch den Irankrieg ist zwar ausgestanden, die Folgen des Irankriegs belasten den DAX aber immer noch. So lange der Lieferengpass für Erdöl besteht, wird der DAX sich nicht wesentlich erholen. Trotzdem: it’s long time.
01.04.2025Noch ist es zu früh, zu jubeln, noch kann der Irankrieg neue Schockwellen auslösen. Aber die Chancen stehen gut, dass sich die Erfahrung einmal mehr bewahrheitet: politische Ereignisse haben keine nachhaltige Wirkung auf den von ihnen ausgelösten Kurseinbruch. Der FEX hat im Gegensatz zu einer sehr kurzdauernden Einschätzung, er habe versagt, auch diesmal bestanden. Außergewöhnlich war nur die zum FEX atypisch verlaufende Kursentwicklung mit dem scharfen Einbruch. Sie verunsicherte kurzfristig. Die Entscheidung von Melanie abends am 23.03.2026 nicht zu verkaufen, sondern dem FEX zu vertrauen, war richtig.
23.03.2026So, die Katze ist aus dem Sack! Erstens, der FEX hat seit 25 Jahren zum ersten Mal als Frühindikator versagt. Der Krieg gegen den Iran mit seinen finanziellen Folgen trat überraschend und radikal ein, ohne dass es vorher Indikationen im FEX gab. Zweitens, Melanie wollte heute Morgen trotz schmerzlichen Verlusts Long verkaufen und Short kaufen. Sie entschließt sich, Long abends zu verkaufen, aber mit Short-Kauf noch zuzuwarten. Aber bei Trumps Volten kann man getrost auch Roulette spielen. Es gibt derzeit keine Basis für eine nachhaltige Interpretation von Kursentwicklungen. Und weil das so ist, entschied sich Melanie kurz vor Handelsschluss, noch einen Tag mit dem Long-Verkauf zu warten.
19.03.2026Natürlich belasten die Zerstörungen der Öl-/Gas-Infrastruktur im Nahen Osten die Märkte und treiben den DAX-Kurs nach unten. Durch dieses Tal wird man gehen müssen. Noch ist kein FEX-Absturzszenario angesagt.
13.03.2026Es herrscht Schlechtwetterlage und Gewöhnung an den Irankrieg. Die Zeiten sind für uns Anleger momentan schlecht, aber sie werden vorübergehen. Ruhig bleiben!
09.03.2026morgens: Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind schlimmer als erwartet. Heute ist nicht vorauszusehen, ob es zu einem weiteren und starken Einbruch kommen wird oder ob mit dieser zweiten Schockwelle das Angstszenario ausgeschöpft ist. Das Warnsignal im FEX muss bereits als Aufforderung zum Verkauf verstanden werden.
abends: die Waagschale neigt sich zu: die Schockwelle ist überwunden. Das Warnsignal ist sogar verschwunden.
02.03.2026Der Angriff auf den Iran crasht den DAX, aber der FEX bleibt stabil. Drei Fakten dazu: der Iran ist mit der Bedrohung durch sein Atomwaffenprogramm der Auslöser für den Angriff. Der Angriff ist ein Bruch des Völkerrechts und die Tötung der Spitzenpolitiker ist Mord. Die Finanzmärkte werden m.E. nach alles überstehen, sofern es zu keiner Eskalation kommt, wovon ich ausgehe. P.S.: Falls aber Grossi recht hat, dass es „kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen“ gab, ist nicht der Iran, sondern sind die USA selbst durch den Befehl von Präsident Trump sogar der Auslöser für den Angriff = Umkehr der Urheberschaft und dreifaches Unrecht.
25,02.2026Der US-Finanzmarkt bleibt durch Trumps Zoll-Macho-Politik unter Stress. Es überrascht positiv, dass der DAX darunter nicht leidet. P.S.: Das US-Höchstgericht hielt in einer Fußnote seiner Entscheidung zu Trumps-Zollregulierung fest, dass auch die weltweit angewandten 15 Prozent Zölle gesetzwidrig sind. Es ist spannend, was sich daraus ergeben wird und welchen Ausfluss die politische Entwicklung auf die „mid term“ Wahlen haben wird. Entweder wird selbst Trump zur „lame duck“ oder zum überreagierenden Autokraten. Bis Ende 2028 bleiben die Aussichten in jedem Fall schlecht.
22.01.2026Wenigstens ein bisschen Stirn zeigte Europa, aber mehr Wirkung hatten die Finanzmärkte auf Trump, der unsäglich primitive Auftritte vor und in Davos lieferte.
20.01.2026Trumps Willkür hat den DAX geknickt. Wann endlich bietet Europa dem Mann die Stirn? Es muss Schluss sein mit diesem Irrsinn!
09.01.2026Es bestätigte sich ein häufig anzutreffender Effekt: zum Jahresende wird gern Kassa gemacht. So kam der Anstieg des DAX seit Ende Nov. 2025 nicht unerwartet. Die USA bereichern sich wie zu besten Kolonialzeiten, Putin führt seinen Krieg ungeniert weiter und China wird der Überfall auf Venezuela gut gefallen. Was wird das alles mit dem DAX im neuen Jahr machen?
31.12.2025Ich wünsche allen Besuchern ein erfolgreiches Neues Jahr!
Das alte Jahr geht zufriedenstellend zu Ende, ohne dass ich in die Jubelgesänge über das starke Börsenjahr einstimme. Ja, der DAX hat 23 Prozent zugelegt, aber: Trumps Zolleskapaden hatten gezeigt, wie schnell und tief es abwärts gehen kann und vor allem wird kaum erwähnt, dass der DAX nur bis Juni des Jahres stark wuchs und in der zweiten Hälfte des Jahres kaum vorankam. Wäre dies der Maßstab, müssten wir unsere Erwartungen für 2026 stark zurückschrauben.
21.11.2025Die Lage ist ungemütlich, aber noch kein Anlass zur Sorge über einen gravierenden Kurseinbruch. Es fehlen entsprechende Meldungen über handfeste Ursachen; siehe auch „US-Börsen im Crash-Modus„. Niemand weiß, warum es „knallt“. Dieses Tief muss nach heutigem Stand ausgesessen werden.
18.11.2025die Kursentwicklung ist auf breiter Front unerfreulich, aber mit Datum heute gibt es noch keinen Grund nervös zu werden oder zu verkaufen.
01.11.2025der FEX zeigt eine äußerst ruhige Situation an und bleibt auf stabilem Niveau. – Entspannung, auch wenn der DAX kaum vom Fleck kommt.
19.08.2025Seit dem Ukrainekrieg hat der FEX 16% verloren. Der anhaltende und schleichende Niedergang macht etwas Sorge. Das aktuelle Niveau hingegen ist beruhigend und der DAX bleibt vom Krieg in der Ukraine gänzlich unbeeindruckt.