29.01.2023 12:56

zuletzt geändert am 12.01.2023

digitale Sklaverei Google
Sklaverei: Photo by British Library on Unsplash

Einerseits hat Google die Welt um vieles reicher gemacht. Andererseits missbraucht Google seine Macht und führt die Menschheit in die digitale Sklaverei. Das ist eine Sklaverei, die deutlich schlimmer ist als jene vergangener Jahrhunderte. Sie spürt man nicht und verliert dennoch seine Freiheit und Selbstbestimmung.

Der Fremdbestimmung durch Google ist jeder Benutzer, der ein Google-Konto besitzt, ausgesetzt. Der Benutzer muss allerdings wegen des Kontos und des “unterschriebenen” Privacy Statements wissen, dass Google ihn ausspäht. Benutzer der Google-Suchmaschine unterschreiben kein Privacy Statement. Sie sind unwissentlich der Verfolgung und der Manipulation durch den Softwareriesen ausgesetzt. Aber nicht nur Nutzer der Google-Dienste, sondern auch jeder Website-Betreiber ist der Macht von Google ausgesetzt, weil Google mit intransparenten Algorithmen das Crawling, die Indexierung und das Ranking der Webseiten betreibt.

Man kann die Macht von Google zusammenfassend beschreiben:

  1. Google besitzt die vollständige Macht über die Auswertung von Webseiten
  2. Google bestimmt, welche Webseiten für eine Suche verfügbar sind
  3. Google bestimmt, welche Webseiten Benutzern bei der Suche angezeigt werden
  4. Google bestimmt, das Ranking der angezeigten Webseiten
  5. Google bestimmt, welche Benutzerdaten erfasst werden.

So lange Google sich weigert, Crawling, Indexierung und Ranking transparent zu machen, darf jeder Google den Missbrauch von Macht vorwerfen.

Die Königsmacher: Crawling, Indexierung und Ranking

Das A & O für jeden Website-Betreiber ist es, in den Google-Suchergebnissen möglichst auf der ersten Seite zu erscheinen. Es gibt hierzu die Witzfrage, wo man eine Leiche am Besten verstecken könne? Die Antwort: auf der zweiten Seite der Suchergebnisse von Google.

92% aller Suchanfragen im Internet erfolgen mit Google und 92% aller Klicks beziehen sich auf Suchergebnisse der ersten Seite. Mehr muss man nicht wissen, um den Einfluss von Google und die Bedeutung des Rankings in den Suchergebnissen zu erkennen.

Die Macht von Google im Ranking der SERPs

Wie die Reihung von Webseiten auf einer SERP erfolgt, hat Google noch nie offen gelegt. Was bei Google passiert, weiß niemand. Es gibt eine Reihe von Offenlegungen, eine Reihe von Wahrscheinlichkeiten und eine Reihe von Vermutungen und Spekulationen darüber, wie Google Seiten crawlt, indexiert, auswertet und in Suchergebnissen rankt. Über die Qualität des Inhalts von Webseiten und damit über das Ranking entscheiden offenbar 200 Kriterien. Aber man weiß nicht, wie sie funktionieren, ob sie tatsächlich gültig sind und wie viele Google gegebenenfalls verborgen hält. Eine SEO-Studie berichtet: Diese Google-Rankingfaktoren sind wirklich relevant. Es sind nur zwölf von den 200 Kriterien.

Alle Kriterien dienen Google zur Bewertung von Webseiten mittels Crawling, Indexierung und Ranking.

Crawling, Indexierung und Ranking von Webseiten

Robots = Crawler-Programme wühlen sich unentwegt durch das Internet mit all seinen Milliarden von Webseiten. Sie forschen Seite für Seite aus und fügen neue oder aktualisierte Seiten der bisherigen Liste hinzu. Bereits beim Crawling entscheiden Auswertungsalgorithmen, eine Webseite möglicherweise nicht aufzunehmen. Und schon ist der Weg in die Suchergebnisse damit verbaut.

Vor einer Aufnahme in die Rankingliste der Suchergebnisse steht die Indexierung der vom Crawler aufgenommenen Seiten. Beim Prozess der Indexierung werden Webseiten auf Inhalt und Bedeutung hin analysiert. Ein wiederum unbekannter Algorithmus entscheidet, ob eine Webseite Gnade vor Googles Augen findet und den Status “indexiert” erhält. Nur indexierte Seiten gelangen in die Suchergebnisse. Für nicht indexierte Seiten ist dieser Weg schon wieder verbaut. Ist zudem das Gewicht aus dem Ranking indexierter Seiten nicht groß genug, tauchen auch sie in den Suchergebnissen nicht auf. Sie rangieren im Nirwana unter ferner liefen.

Man erkennt das ausgeklügelte System, wie mittels Algorithmen darüber entschieden wird, was mit einer in den Weiten des Internets irgendwo entdeckten Webseite passiert. Nur wenn sie die drei Hürden von Google – Crawling, Indexierung, Ranking – überwindet, erblickt sie das Licht der Welt. Ob sie dort ein Internetbesucher sieht ist die nächste Hürde. Und ob der Besucher darauf klickt, ist die letzte Hürde des Rennens um die Gunst der Besucher.

Die Macht von Google bei der Auswertung und Steuerung der Ergebnisse

Aus dem geschilderten Auswertungsprozess lässt sich ableiten, dass es nur einen Entscheider über den Erfolg von Webseiten gibt. Er heißt Google. Und wie Google mit der Allmacht seiner Algorithmen umgeht, das dient nicht dem fairen Wettbewerb. Verschiedene Untersuchungen, Quellen und Aussagen von Google-Mitarbeitern lassen das folgende Resümee zu.

  • Google indexiert im Normalfall rund 20% der Webseiten nicht und listet Webseiten mit qualitativ schlechten Inhalten aus (was Qualität ist, entscheidet Google)
  • Google unterdrückt die Indexierung von Webseiten ohne Begründung
  • Google begünstigt teilweise große Unternehmen gegenüber kleineren
  • Google greift in die Algorithmen ein, um Ergebnisse in den Suchergebnissen höher zu ranken
  • Google führt schwarze Listen über Websites, um deren Anzeige in Suchergebnissen zu verhindern
  • Google beeinflusst Auswerter mit dem Ziel, “optimale Rankingergebnisse” zu erzeugen
  • Google setzt vermutlich Wortfilter ein. Das ist bei Google (noch) nicht bewiesen, aber ein Umstand, der von der chinesische Videoplattform TikTok systematisch genutzt wird.

Das Resümee zeigt, dass Google mit seiner Macht Informationen nach eigenem Gutdünken zensiert und die Suchergebnisse manipuliert. Das alles heißt, wenn die Algorithmen von Google bei der Analyse einer Webseite zum Ergebnis kommen, dass eine Webseite nicht die Kriterien von Google erfüllt, dann findet keine Suchmaschine dieser Welt diese Webseite. Diese Webseite ist zum Tode verurteilt.

Die Macht von Google, ka Schmäh net

Es gibt zwei Umstände, die bei der Bewertung der Situation strikt zu trennen sind. Das ist zum einen die Indexierung und somit die Verfügbarkeit von Webseiten und zum anderen die Anzeige von Webseiten in Suchergebnissen.

Verfügbarkeit von Webseiten

Der Start der Domain kaschmaeh.net erfolgte zum Beginn des Jahres 2022. Seit Anfang Januar 2022 war die Domain allen Robots zugänglich und mit vollständiger sitemap für die Google-Crawler ausgezeichnet. Aber Google indexierte nur einen Bruchteil aller Webseiten, ohne dass es gelang, die Ursachen dafür zu finden.

Google Macht Missbrauch ka Schmäh net
Statistik über Veröffentlichung und Indexierung

Ab Mitte Juni erfolgte die statistische Erfassung der Daten (Grafik). Ende Juli wies die Google Search Console von 125 Webseiten nur 29 (23%) als gültig indexiert aus. Bei der Anfrage im Internet mit sitemap:kaschmaeh.net zeigte Google keinen einzigen Treffer an. Über diesen Missstand lieferte die Google Search Console keine Erklärungen, obwohl sich Google den Anschein gibt, mit den umfangreichen Hilfen (Glossary, Dokumentation, Berichte und Tools) Lösungen zu bieten.

Die Annahme, die Qualität der Webseiten wäre zu schlecht, widerlegten verschiedene Tests. Bei einer Gesamtbewertung durch Nibbler mit 8,1 und einem Technologiewert von 9,7 konnte man kaum von schlechter Qualität der Website sprechen, zumal der Punkteabzug fast zur Gänze auf fehlende Marketingmaßnahmen und nicht auf die Qualität des Contents zurückzuführen war.

Von Mitte August 2022 wurde mit Hilfe der Google Search Console laufend und scheibchenweise die Indexierung der nicht indexierten Seiten beantragt. Diese Aktion verlief bis zum November 2022 so erfolgreich, dass man an eine völlige Beseitigung des Problems denken konnte. Dann begannen aber gegen Ende November 2022 die Zahlen der gecrawlten, aber nicht indexierten Seiten ohne erkennbare Ursache wieder zu steigen. Neue Seiten wurden teilweise gar nicht indexiert. Selbst wenn die Indexierung explizit beauftragt wurde, blieb der Erfolg aus.

Prüfung der Webseiten

Alle Tests mit den haufenweise zu findenden Prüfprogrammen lieferten keinen einzigen Hinweis darauf, dass die Beschaffenheit der Webseiten die Ursache für eine zulässige Nicht-Indexierung durch Google sein könnte.

  • Die Sitemap und die robots.txt-Datei arbeiteten einwandfrei
  • Alle geprüften Seiten waren indexierbar
  • Die SEO-Bewertung mit Yoast SEO lag für alle Webseiten im grünen Bereich
  • Site Audits mit Semrush ergaben keinerlei Fehler als Ursache möglicher Nicht-Indexierung.

Der Versuch einer offiziellen Anfrage bei Google unter support-at@google.com endete mit der Antwort, dass wegen der vielen Anfragen keine Bearbeitung derselben erfolgen kann. Man solle dies über die Hilfeseite mit dem dafür bereitgestellten Formular vornehmen. Die Suche nach dem Formular war erfolglos, denn es gibt das Formular offenbar nicht. Die Macht von Google ist so groß, dass Google eine Korrespondenz und Diskussion mit den Kunden ignorieren kann. Den einzigen Ausweg, etwas Hilfe zu bekommen, bieten Benutzerforen, die bei der Lösung so spezieller Fragen auch nur wenig helfen.

Die Macht der Google-Algorithmen entscheidet über die Qualität der Webseiten, ohne dass die Bewertungen offen gelegt werden. Das erinnert an Schularbeiten, die man zurückbekommen hätte, ohne dass ein einziger Fehler markiert worden wäre. Nur die Note “ungenügend” prangte auf der Arbeit. Bei Google ist es exakt so, denn Google sagt, ich mag Dich nicht (indexieren), sag’ Dir aber nicht warum.

Nach menschlichem Ermessen und in Abwesenheit einer Aufklärung durch Google muss die Diagnose lauten: Googles Algorithmus boykottiert aus unbekannten Gründen die Indexierung vieler Webseiten. Selbst für den Fall, dass die Algorithmen nach Googles Doktrin korrekt arbeiten, ist die Auswertung der Webseiten von kaschmaeh.net durch Google inakzeptabel und ist Zensur.

Anzeige in Suchergebnissen

Eine ganz andere Sache ist der Umstand, warum die Suche nach Inhalten von kaschmaeh.net so gut wie nie zu einem Ergebnis in den SERP führt. Nur wenn die Suchkriterien sehr speziell sind und sich von den gängigen Keywords abheben, gibt es – manchmal sogar auf der ersten Seite der Suchergebnisse – einen Treffer.

Der Grund ist einfach zu benennen. Die Themen von kaschmaeh.net und die maßgeblichen Keywords stehen im Wettbewerb mit Webseiten, deren Ranking gegenüber kaschmaeh.net um Lichtjahre besser ist. Das heißt, solange kaschmaeh.net keine Backlinks und keine Community aufzubauen in der Lage ist, wird keine noch so ausgefeilte Keyword-Analyse helfen, selbst die nur wenigen indexierten Seiten in Suchlisten zu finden. Kaschmaeh.net wird wie ein einsamer Stern im unendlichen Weltall des Internets sein, ohne Chance, je gefunden zu werden.

So straft Google jene, die sich dem Diktat seiner Algorithmen nicht unterwerfen. Nicht einmal Sklaverei wird gewährt, sondern Deportation in die Strafkolonie des Nirgendwo.

Die Macht von Google Search

Die Suchmaschine “Google Search” liefert ohne Zweifel hervorragende Ergebnisse, aber nur nach dem Diktat der Algorithmen von Google.

Google schreibt: Alle Änderungen, die wir an der Google-Suche vornehmen, zielen darauf ab, unseren Nutzern noch bessere Ergebnisse zu liefern. Die Google-Suche hat sich im Laufe der Jahre verändert. Die Änderungen reichen von Innovationen wie dem Knowledge Graph bis zur Aktualisierung unserer Rankingalgorithmen. Alle potenziellen Änderungen durchlaufen strenge Tests und Evaluierungen. Wenn sich beim Test herausstellt, dass die Suchergebnisse nach einer Änderung weniger relevant sind, wird diese Änderung verworfen.

Google erklärt, seine Bemühungen seien an die Adresse der Nutzer gerichtet. Wiewohl dies nicht falsch ist, verhehlt Google natürlich sein Eigeninteresse und dieses dürfte bedeutend größer sein. Die Reihenfolge lautet sicherlich: zuerst Google und dann der Kunde! Das primäre Interesse von Google ist es, jene Webseiten in den SERP ganz oben zu platzieren, mit denen Google die besten Werbeumsätze erzielen kann. Eine Webseite mag noch so gut sein und einen Platz unter den Top-Ten verdienen, sie wird ihn nicht erlangen, wenn sie für Googles Geschäftszweck bedeutungslos ist.

SEO – Search Engine Optimization

Und damit landet man wieder bei den geheimnisumwobenen Algorithmen, mit denen Google Webseiten analysiert, bewertet und rankt. Sie auszukundschaften und Webseiten so zu gestalten, dass Google sie optimal bewertet, dafür gibt es SEO. Eigentlich müsste es ja OSE heißen, denn es werden nicht die Search Engines optimiert, sondern es wird der Input optimiert, mit dem die Search Engines gefüttert werden. Aber das ist einerlei.

Die SEO-Werkzeuge diverser Anbieter liefern die Chance, wenigstens einen Zipfel der Decke zu lüften, unter der sich die Ranking-Strategie Googles verbirgt. Zum Beispiel hilft ein Werkzeug wie Yoast SEO, Text zu bewerten und zeigt Schwächen im Text und Verbesserungsmöglichkeiten auf, die den Text Google-passender gestalten lassen. Eben solche Analyseergebnisse führen auf praktische Weise zur Erkenntnis, was Google erreichen will: nicht mehr und nicht minder als über jeden Domain-Betreiber ein Netz mit festen Verhaltensregeln zu werfen und festzuzurren. Beispielsweise kann man an Hand des Kriteriums “Flesch Reading” (d.h. Lesefreundlichkeit) veranschaulichen, worum es im Kern geht.

Die Macht von Google am Beispiel “Lesefreundlichkeit”

Die Lesefreundlichkeit eines Textes bestimmt sich aus der durchschnittlichen Länge der Sätze und aus der durchschnittlichen Anzahl von Silben pro Wort. So legt das Google fest. Google befindet einen Text nur dann als mindestens gut, wenn 13- bis 15-jährige Schüler ihn problemlos lesen können. Besonders gut sind Texte, die 11-Jährige mühelos lesen können. Das heißt, je primitiver ein Text, desto höher rankt ihn Google. Dahinter steckt System.

Früher war Google bei der Analyse von Texten noch stark auf Informationen aus den sogenannten Meta-Tags angewiesen. Aus ihnen bezog Google Bewertungskriterien. Google lernte aber bald, dass man Google mit den Meta-Tags auch an der Nase herumführen konnte. Gleichzeitig waren die Werkzeuge zur Textinterpretation stärker und leistungsfähiger geworden, so dass die Meta-Tags für Google so gut wie keine Rolle mehr spielten. Google konzentrierte sich voll und ganz auf die Interpretation des gesamten Textes. Was Wunder, dass Google lieber primitivere Texte auswertet als sehr komplexe. Also forciert Google mit der “Lesefreundlichkeit” die bessere Auswertbarkeit eines Textes und belohnt die, die primitive Texte schreiben mit einem Rankingvorteil.

Flesch Reading ist nur eines von zahlreichen (womöglich 200) Kriterien wie Google die Regeln setzt und dadurch die Verfasser von Webseiten manipuliert. Goethe hätte bei Google nicht die geringste Chance, auf ein gutes SEO-Ergebnis zu kommen.

Die Folgen der Macht von Google et.al.

Was Googles Algorithmen alles leisten und verursachen, weiß niemand – und schon gar nicht im Detail. Google ist mit seinen Produkten in der Lage, den Benutzern so hervorragende Dienstleitungen zu liefern, dass sie den Haken daran nicht erkennen oder ihn bereitwillig schlucken, um die angebotenen Dienste nutzen zu können.

Google Macht, Marionette
Photo by Kitsune 99 on Pexels

Wenn die Entwicklungsgeschichte von Google (und allen anderen Social Media Diensten) bruchlos fortschreitet, so ist klar, was am Ende der Geschichte zu erwarten ist. Am besagten Haken wird eines Tages die uniforme und gleichgeschaltete Welt aus der Google-Box hängen, weil alle nach den Regeln und der Pfeife von Google tanzen. Das führt dann zum Leben im Zeitalter der digitalen Sklaverei, in dem alle Social Media Dienste und nicht nur Google das Leben der Menschen steuern. Mit demokratischen Regeln hat das nichts mehr zu tun. Während Social Media Dienste wie YouTube, Facebook, Twitter, WhatsApp oder Instagram auf die Auswertung der Daten der jeweiligen Applikation “beschränkt” sind, greifen Suchmaschinenanbieter wie Google und Bing nicht nur auf die wesentlich umfangreichere Datenmasse aus dem Besuch aller Webseiten zurück, sondern entscheiden zusätzlich über die Existenz und den Wert von Webseiten.

Benutzerdaten Ausspähung Google Macht

Sich gegen Google zu stellen wird – wie gesagt – mit Isolation im Internet bestraft.
Und dieser Artikel wird von Google nie und nimmer indexiert werden. Wetten? Und wegen des Machtmissbrauchs von Google landet kaschmaeh.net wo im Google-Ranking?

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Im Übrigen bin ich der Meinung, Sie müssen etwas für den Klimaschutz tun.