Aber nein doch! Wir haben doch keine Klimakrise!

zuletzt geändert am 21.06.2022

Und wieder hat die Natur den Menschen das Fürchten gelehrt. Und wieder und wieder wird dies in Zukunft geschehen, selbst wenn die Klimagegner hundert Mal rufen: „Aber das hat doch nichts mit der Klimakrise zu tun.“
Oh nein doch! An Katastrophen ist alles Mögliche schuld, nur nicht die Klimakrise. Was für ein Irrsinn!

Kritische Lage

Dabei geht es beileibe nicht um den hartgesottenen Kern der Leugner einer Klimakrise. Hier geht es um die Führer der Nationen dieser Welt, die immer noch zögerlich oder gar nicht auf die katastrophale Verfassung unserer Erde reagieren. Seit den Siebziger-Jahren des letzten Jahrhunderts sagen uns die Daten über die Beschaffenheit des Klimas, dass wir ein Problem mit der Nutzung fossiler Brennstoffe haben. Passiert ist bisher kaum etwas. Erst in den letzten wenigen Jahren regte sich Besinnung. Bis 2050 – ach wie gut, dass dieses Datum in so weiter Ferne liegt – soll die Kehrtwende geschafft werden. Aber große Staaten und Klimasünder wie Indien und China wollen jetzt noch nicht, sondern erst in Jahrzehnten mit ernstem Klimaschutz beginnen. Und auch die USA zögern und eiern herum oder leugnen im republikanischen Lager glattweg die Klimakrise. An Führer wie Bolsonaro darf man erst gar nicht denken, um nicht gänzlich zu verzweifeln.

Gegensteuern!

Wenn die Welt nicht endlich aufwacht und die Maßnahmen zum Klimaschutz nicht massiv verschärft werden, wird es weiterhin laufend solche Bilder geben. Das Wasser wird uns vermutlich im wahrsten Sinne bis zum Hals stehen müssen, ehe der letzte Widerstand gebrochen und uneingeschränkte Kraft zur Sanierung des Planeten eingesetzt wird.

Ob es dann nicht schon viel zu spät sein wird? Es macht tief betroffen, ansehen zu müssen, wie Politiker versagen. Aber auch das Volk versagt jämmerlich, denn es wagt nicht den Aufstand gegen die Gleichgültigkeit und wählt weiterhin die, die keine ernste Umkehr in der Klimapolitik im Schilde führen. Und selbst jene, die grüne Fahnen tragen, haben bisher nicht wirklich oder nur in Trippelschritten zu Änderungen beigetragen. Die Jugend putscht wenigstens in Teilen, wird aber noch nicht zur treibenden Kraft einer rigorosen Veränderung, auf welche die in ihren Fugen ächzende Welt wartet.

Wir müssen unser Wahlverhalten massiv ändern, wenn unsere Nachkommen überleben können sollen!


Leseempfehlung: „2052: Droht ein globaler Kollaps?“ von Jorgen Randers
Aus Politik und Zeitgeschichte, 62. Jahrgang · 51–52/2012 · 17. Dezember 2012 (vor zehn Jahren!)

Wenn es Ihnen beliebt, so teilen Sie den Artikel auch anderen mit. Ihre Stimme hilft, kaschmaeh.net zu überleben.