Kategorie: Pusheraktien

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Aktienbewertung

zuletzt geändert am 05.01.2026

Pusheraktien sind Wertpapiere, deren Kurs durch übertriebenes Marketing, manipulative Handelsstrategien und gezielte Informationsverzerrungen nach oben getrieben wird. Um Pusheraktien zu identifizieren, werden vier Einflussgrößen analysiert: Aktiendaten – Akteure – Werbung – Finanzdaten, von denen die Aktiendaten mit Pushstärke und PushScore sowie die Finanzdaten mit FinScore und Asset in den PushCards (Bild: Aktienscores) abgebildet sind.

Einteilungen

PushScore und FinScore ermöglichen die Einteilung von Aktien in
Aktientypen: Standard-, Pusher- und Müllaktien
Aktienklassen: I (sehr gut), II, III, IV und V (sehr schlecht).
Wiederkehrende Muster der Kursverläufe bei Pusheraktien werden eingeteilt in: „Inkassomodell“ und „Refreshmodell“ und es werden Pump&Dump-Events herausgefiltert.
Beim Inkassomodell hat der Aktienkurs zu Beginn der Geschichte sein Allzeithoch. Ab dann verkaufen die Akteure nach und nach ihre billigst erworbenen Aktien, so dass der Kurs in verhältnismäßig kurzer Zeit abstürzt. Danach dümpelt der Aktienkurs in den meisten Fällen nahe null dahin und die Aktie dient nur noch kleineren, dennoch gewinnbringenden Pushmanövern und in vielen Fällen dem Algotrading. Dem ersten Einbruch nachfolgende größere Pushmanöver sind aber nicht ausgeschlossen, so dass sich das Inkassomodell mit dem Refreshmodell überlappt.
Beim Refreshmodell wird der Aktienkurs von Unternehmen, die fast nie Umsatz und Profit erzielen, immer wieder hochgepusht. Die meist bescheidene Exploration, deren Kosten als Aktiva verbucht werden, dient lediglich der medialen Vermarktung. Anlegern werden große Ressourcenpotenziale vorgekaukelt, um damit möglichst oft (refresh) den Aktienkurs hochzupushen.
Pump&Dump: davon wird ausgegangen, wenn der Aktienkurs von einem Tag auf den anderen um mehr als 50% sinkt.

Pushstärke

Mit der Pushstärke wird erfasst, wie stark Handelskurse innerhalb einer definierten Zeitspanne von dem über eine längere Zeitspanne gültigen Durchschnitt abweichen. Das Ergebnis der bisherigen Auswertungen ergab einen Schwellenwert von 6,4 Prozent, der Standardaktien von Pusher- und Müllaktien trennt.

PushScore

Größe = Firmengröße, Preis = Aktienpreis

Der PushScore wird an Hand von sechs Einflussgrößen ermittelt, von denen die Pushstärke das größte Gewicht hat. Für jede der Einflussgrößen wird mittels einer mathematischen Funktion der Malus berechnet. Die Malussumme der sechs Einflussgrößen ergibt multipliziert mit dem Faktor aus dem Medienpushing den PushScore, der die Qualität einer Aktie widerspiegelt. Ist er sehr gering, gehört die Aktie zu den Standardaktien, ist er sehr hoch, so handelt es sich um eine Müllaktie.

FinScore

PPE = property, plant and equipment

Der Fin(anz)Score umfasst die Kriterien: Größe des Vermögens sowie seine Werthaltigkeit (PPE), die Höhe des Defizits, des Profits und des Umsatzes. Je höher der FinScore, desto schlechter ist die Finanzsituation des Unternehmens und desto schlechter die Werthaltigkeit der Aktie.

Asset

Finanzdaten Geschäftsbericht

Die Finanzdaten des Unternehmens werden mit einem durchschnittlichen Mittelständler (kmU) verglichen, um die Ergebnisse an einem Bezugspunkt festmachen zu können. Damit soll in einfacher Form augenscheinlich gemacht werden, wie man die Pusheraktie einzuordnen hat. Links ist das Vermögen eines kmU dargestellt, in der Mitte das Vermögen der bewerteten Firma und rechts deren operatives Ergebnis.