Und ewig währt der Missbrauch in der Kirche

zuletzt geändert am 20.09.2022

Wieder gibt es neue Belege über Missbrauch in der Kirche. „Mehr als 500 Betroffene von sexuellem Missbrauch konnte eine Kommission im Bistum Trier identifizieren. Die Kommission geht davon aus, dass noch weitere Betroffene gefunden werden“ (Quelle).

Missbrauch in der Kirche

Man kann feststellen, dass in jedem Bistum, in dem bisher Untersuchungen über sexuellen Missbrauch stattfanden, hunderte von Tätern gefunden wurden. Man muss also schlussfolgern, dass dieser Umstand für alle Bistümer Gültigkeit hat. Das wiederum heißt nichts anderes, als dass die gesamte römisch-katholische Kirche einen Sumpf von Pädophilen und Sadisten beherbergt. Der mag im niedrigen einstelligen Prozentbereich angesiedelt oder sogar noch kleiner sein, aber er existiert flächendeckend in der gesamten Kirche weltweit. Schweine gibt es überall und nicht nur in Sonderheiten, so muss man die Gesamtlage vermuten.

Den Kirchenfürsten ist dies natürlich seit vermutlich Jahrhunderten bewusst. Die Sünden der Päpste und Kirchenleute sind spätestens seit dem Mittelalter gut bekannt und nicht nur auf die Borgias beschränkt. Hat die Kirche sich im Rahmen ihrer zehn Gebote je darum geschert und dem sündigen Treiben in ihren eigenen Reihen je Einhalt geboten, es gar abgeschafft? Nein!

Unfähigkeit zur Abschaffung

Es ist und bleibt schockierend, in welch heuchlerischer Zwiespältigkeit die römisch-katholische Kirche verharrt: Predigt von Glaube und Moral auf der einen, Exerzitien von Sünde und Menschenmissbrauch auf der anderen Seite. Und es gibt offenbar kein Ende und keine Abkehr davon. Die gesamte Kirchenführung hat bisher nicht ein einziges ernst zu nehmendes Zeichen gesetzt, diese Übel an der Wurzel auszurotten und jeden Sünder in den eigenen Reihen sofort, unnachgiebig und dauerhaft zu bestrafen und aus der Kirche auszuschließen. Nur seltene Ausnahmen gibt es: Papst entlässt Geistlichen aus Trier wegen sexuellen Missbrauchs.

In der Regel werden nur die Augen qualvoll verdreht, wie sehr man die Vergehen bedauert. Der Papst selbst pilgert durch die Welt und verkündet Betroffenheit und Scham über das Unrecht und meint, damit sei es getan. Nichts ist damit getan! Verlogen sind die Gesten, weil ihnen wahre Taten zur vollständigen Wiedergutmachung bei den Missbrauchten und die Verhinderung weitere Untaten durch Kirchenangehörige fehlen. Allenfalls tröpfchenweise und erst wenn es gar nicht mehr anders geht, weil der öffentliche Druck zu groß wurde, erfahren die Missbrauchten etwas Wiedergutmachung.

Wie nur können Gläubige in dieser Kirche verweilen und die Falschheit ihrer Kirche ertragen?


… und natürlich geht es weiter:

20.09.2022: Schwere Pflichtverletzungen im Bistum Osnabrück

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