Vertrauen in Politik im Keller

zuletzt geändert am 31.08.2022

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„Vertrauen in Politik im Keller“ – so betitelt der ORF eine SORA-Untersuchung, die als Demokratiemonitor zum vierten Mal erhoben wurde. Die Studie besagt u.a., dass „88 Prozent der Menschen in Österreich überzeugt sind, dass die Demokratie – trotz mancher Probleme – die beste Staatsform ist.“ Dies überrascht positiv, denn gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass

  • das Vertrauen der Bevölkerung in das politische System im letzten Jahr stark gesunken ist
  • 58 Prozent der Befragten davon überzeugt sind, dass das politische System weniger oder gar nicht funktioniert
  • rund 90 Prozent der Menschen davon überzeugt sind, dass die österreichische Politik ein Korruptionsproblem hat.

Selbst in Deutschland, dem eine geringere Korruption (Platz 9, gegenüber Platz 15 von Österreich) vorgeworfen wird, zählt der Beruf der PolitikerInnen laut der Gesellschaft für Sozialforschung Forsa zu den am wenigsten angesehenen Berufen und erreicht nur 16 Prozentpunkte an Beliebtheit. Österreichische PolitikerInnen dürften sich wohl schon geschmeichelt fühlen, wenn sie eine Beliebtheit von 16 Prozent erreichten. Verfolgt man zudem die Tagesnachrichten und betrachtet man die politische Kultur in Österreich, so beschleicht einen der fatale Eindruck, in einer Bananenrepublik zu leben.

PolitikerInnen sind die gewählten Vertreter des Volks. Sie fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis von Wahlentscheidungen, die das Volk offenbar mit zu wenig Kopf trifft. Insofern muss man verdammt noch mal feststellen, dass diese Bananenrepublik ein Abbild der Bevölkerung ist. Wenn das Volk mehr Vertrauen in die Politik haben will, muss es vertrauensvolle Politiker wählen!

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