Putin in Psychiatrie eingeliefert

zuletzt geändert am 21.06.2022

Krake Putin hält die Ukraine, sein eigenes Volk und den Frieden im Würgegriff. Stop it, Putin!, by Birkho, Quelle, CC-SA 4.0

Nein, es ist eine Fake-Nachricht, dass Putin in eine Psychiatrie eingeliefert worden wäre. Allein, der Gedanke hat schon eine starke Anziehungskraft und Gründe für eine Einlieferung in die Psychiatrie fehlten nicht. Aber eines Diktators wird man auf diese Weise nie habhaft werden.

Warum aber ist der Gedanke nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen?

Prägende Kindheit

Putin wuchs in St. Petersburg in einer Arbeiterfamilie unter ärmlichen Verhältnissen auf. Kräftige Prügeleien im Hof der Wohnbauten waren an der Tagesordnung und sollen seinen Wunsch, in den KGB einzutreten, zunächst vereitelt haben. Putin ertüchtigte sich in Kampfsportarten und gibt sich heute noch gern als Judokämpfer und als heldenhafter Bezwinger. Putin war verheiratet, hat Kinder, zeigt sich aber nie mit Frauen oder Familie. Sie könnten vielleicht den Heldenmythos verwässern und ihn zu weichlich erscheinen lassen. Es gibt viele Meinungsbilder, die in der schwierigen Kindheit des schmächtigen Jungen eine Prägung für sein Leben und die Wurzeln seines Machismus sehen. Putin setzt offenbar alles daran seinen Minderwertigkeitskomplex zu eliminieren.

Putins Erscheinungsbild

Man muss nicht erst Psychologie und Verhaltensforschung studiert haben, um aus den Fernsehbildern die Gestalt eines eitlen, narzisstischen und pfauenhaften Menschen zu erkennen. Allein das Bild des kleinen Männchens beim Einsteigen in seine überdimensionale Staatslimousine oder der Anblick seiner Villa am Schwarzen Meer legen Putins Psyche offen. Für Putin kann nichts groß genug sein! Die ungelenke und gestelzte Bewegung seines Auftritts bei öffentlichen Staatsereignissen lässt unmittelbare Rückschlüsse auf sein Wesen zu. Die Degradierung seiner Entourage und des gesamten politischen Umfelds sprechen Bände über sein Machtverständnis. Stanislaw Belkowski, Mitglied in Putins Menschenrechtsrat, sagte: „Es gibt in der Psychiatrie ja das Phänomen des Caesaren-Wahns. Das heißt: Wenn man über viele Jahre keinen Widerstand spürt, dann glaubt man, nie wieder welchen zu erleben.“ Exakt diese Bilder liefert Putin im Fernsehen, seinen Ansprachen und im Treffen mit westlichen Politikern und bei jedem erdenklichen Akt. Das Motto ist eindeutig: „Seht her, ich bin der Größte!“.

Ob Putin dabei ein taktisch versierter und zielorientierter Machthaber ist, der mit seinen Mitteln erfolgreich ist, spielt bei der Betrachtung seiner Psyche keine Rolle. Es geht an dieser Stelle nicht darum, sein politisches Können oder eventuelle Schwächen zu beleuchten. Es geht ausschließlich um das Begreifen seines ihm eigenen Machttriebs. Und dieser ist so gigantisch und ausufernd, dass neben Putin nichts Platz hat. Putin, so darf man ohne Zweifel feststellen, ist ein Machtwahnsinniger, der alle Grenzen hinter sich gelassen und jeden Maßstab für Ausgleich verloren hat. Das hätte westliche Diplomatie eigentlich begreifen können und müssen!

Putins Machtbesessenheit

Putin sehnt sich möglicherweise nicht nach der Zarenzeit, wie wohl der Pomp seines Regierungssitzes stark daran erinnert. Sicher möchte Putin nicht mit dem (wahnsinnigen?) Zaren von Russland, Iwan IV., der Schreckliche, gleichgestellt sein. Ziemlich sicher ist aber, dass Putin von der „wahnsinnigen Idee“ der Wiedererrichtung eines sowjetischen Reichs träumt, das nicht nur die Staaten im Südwesten der Sowjetunion, sondern tunlichst auch die nach dem 2. Weltkrieg in Mitteleuropa besetzten Gebiete wieder umfassen sollte.

Dass Putin wahnsinnig ist, selbst wenn man dies nicht im pathologischen Sinn meinen muss, zeigen seine dreckschleudernden Behauptungen und unsinnigen Begründungen seiner Kriegserklärung an die Ukraine. Es ist stets gefährlich, Vergleiche zu Hitler zu ziehen. In diesem Fall erinnert sehr Vieles an die Geschehnisse der 1930-er Jahre. Hitler mit seinem Judenwahn war ein Fall für die Psychiatrie. Vielleicht ist es noch nicht zu spät und die westliche Diplomatie und Politik wacht auf. Spätestens jetzt muss klar sein, dass Vertrauen und Kooperation mit dem Kreml nicht mehr möglich ist, solange der „Wahnsinnige“ dort herrscht.

Politiker, schon gar nicht Diktatoren, landen nie in der Psychiatrie! – Leider.

Erbärmlicher Westen

So machtbesessen Putin auftritt, so erbärmlich ist das Verhalten des Westens. Da wird wochenlang der Ukraine Unterstützung zugesichert, aber Deutschland liefert 4.000 Helme! Da wird wochenlang von härtesten Sanktionen gesprochen, aber Belgien liefert weiter Diamanten und Italien Luxusmode an die Russen. Davon braucht die arme russische Bevölkerung wahrlich am meisten! Da wird von einschneidenden Deregulierungen gesprochen, aber SWIFT wird nicht in Kraft gesetzt. Schämt euch!

Wenn schon die Ukraine im Stich gelassen wurde, dann wäre es jetzt an der Zeit, kompromisslos Flagge zu zeigen. Nicht Putin müsste mit dem Abschalten der Gaslieferungen drohen, sondern der Westen mit Abnahmesperre. Ehrliche und starke Politik muss auch weh tun dürfen. Aufrechte Europäer müssten das aushalten!

Was müssen die Ukrainer aushalten! Und wir?

Hoffnung

Eben kommt Hoffnung auf, die Europäer können sich spät zwar aber doch zu einer härteren Gangart entscheiden. Deutschland liefert Waffen, SWIFT wird bejaht und dann hoffentlich beschlossen und die EU berät noch weitergehende Sperrungen von Bankgeschäften mit Russland. Und tatsächlich, es wurde wahr! Russland ist weitgehend von SWIFT ausgeschlossen worden! Und – Heureka! – der Westen läutet eine Wende ein und begreift, dass Herrscher wie Putin nur eine Sprache verstehen. Die der Härte.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, die vor „massiven Kollateralschäden“ gewarnt hatte, scheint noch nicht ganz verstanden zu haben, dass Putin darüber gar nichts zu lachen haben wird, selbst wenn Abnehmer russischen Gases ihre Rechnung nicht zahlen können und das Gas abgedreht wird. Dann muss Frau Baerbock eben etwas wärmere Pullover anziehen, aber Putin bleibt auf seinem Gas sitzen. Gut so! – Stammt die Idee der Lieferung von 4.000 Helmen an die Ukraine etwa auch von Frau Baerbock?

Jetzt passt der Krämergeist von Belgien und Italien allerdings noch weniger ins Bild und wird geradezu zur Farce.

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