MegaPush bei Kirkstone Metals

zuletzt geändert am 22.11.2025

Die Akteure von Kirkstone Metals (KSM.V) zeigen großes Kino bei der Kurspflege ihrer Pusheraktie. Dass die Aktie mit einem Vermögen von 1,5 Mio. CAD und ohne operatives Ergebnis wertlos ist, hat wenig Bedeutung, denn die Aktie zielt nicht auf die Motivation möglichst vieler Anleger. Es gibt keine aufpeitschenden Nachrichten, keine Pushermedien und keinen Forenrummel.

Das alles braucht es nicht, denn die Kurse werden backstage gemacht. Das kann man einigermaßen realistisch nachvollziehen, sieht man sich die Handelsdaten der Aktie etwas genauer an. Der dritte – und richtig große – Push in der Geschichte der jungen Aktie, dem zwei bedeutungslose vorausgegangen waren – startete unauffällig bereits Mitte August 2025. Das Handelsvolumen lag im Schnitt des normalen Handels weit unter 10.000 Stück pro Tag. Dahinein mischten sich in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Stückzahlen von einer Million im Schnitt, die den Kurs am Leben hielten, aber nicht hochtrieben. Seit Beginn des Pushmanövers am 18.08.2025 sanken die hohen Stückzahlen erstaunlicherweise auf rund 500.000 Stück im Schnitt, aber im normalen Handel stiegen sie um das Fünffache auf knapp 30.000 Stück im Schnitt.

Das Szenario des Pushmanövers legte großen Wert auf langsamen und unauffälligen, aber nachhaltigen Kursanstieg. Da die Handelsdaten von der kanadischen Venture Börse den Kursverlauf nicht plausibel machen, muss und darf man von umfangreichen OTC-Handel ausgehen, der den Kurs in fünf Wochen von rund 1 Dollar auf 10 Dollar hochtrieb. Und es kam, wie es kommen musste: am 13. Nov. 2025 war Inkasso-Tag, der offenkundig im OTC-Handel über den Tisch ging. Er brachte den Akteuren der Kirkstone Metals bei einem angenommenen Verkauf von 10 Millionen Aktienstück 60 Millionen Gewinn plus dem Teil, zu dem sie ihre Aktien zu Billigstpreisen bezogen hatten.

Von all dem wussten die Akteure um CFO Alexander Helmel, der in zwei Dutzend Firmen anzutreffen ist, selbstverständlich gar nichts. „The company is not aware of any reason for the recent market volatility and confirms at this time that all material information relating to its business and operations has been publicly disclosed in accordance with applicable securities laws and stock exchange requirements.” (Stockwatch, 17.11.2025).

Man kann die Dreistigkeit der Akteure und die Blindheit der Regulierungsbehörde kaum fassen. Aber es ist ein Kinostück, das laufend in unterschiedlichen Formen nach gleichem Muster aufgeführt wird. Und niemanden kümmert’s. Den Akteuren kann es nur recht sein.

Das Beste aber kommt noch. Mit dem Dump vom 13. Nov. 2025 ist es längst nicht vorbei. Der Aktienkurs stieg sofort danach bei überschaubarem Handel in nur drei Tagen wieder um 230 Prozent an. Es ist nicht sehr schwer zu erraten, was folgen wird, meint ka Schmäh net.

Es muss hinzugefügt werden, dass der Kursverlauf an Hand von EOD-Daten keine Chance bietet, eine Kursmanipulation offenlegen zu können. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten des Aktienhandels, zu groß die Unbekannten für etwaige Berechnungen, so dass man an Hand der Börsendaten lediglich die Vermutung anstellen kann, hier handelt es sich um Manipulation, um Pump & Dump.